Projekte
Jugend macht Radio - Rekordbeteiligung beim NRW-Wettbewerb
Sage und höre 130 Beiträge sind beim landesweiten Wettbewerb
„Jugend macht Radio“ eingegangen, der von der LAG Lokale
Medienarbeit NRW veranstaltet und aus Mitteln des MFJFG und der LfM
gefördert wurde.
Beim mittlerweile 7. Wettbewerb wurden jugendliche Radioamateure im
Bürgerfunk aufgefordert, Radiobeiträge zum Thema "Sounds
of Europe" zu produzieren.
Zwischen Wohlklang und Krach sollten die Teilnehmer zwischen 8 und
25 Jahren hierbei ihre Europabilder zum Klingen bringen
Neben dem thematischen Wettbewerb gab es aber auch in diesem Jahr wieder
den offenen Wettbewerb. Hier konnte der Inhalt frei gewählt werden.
Gefördert wurden originelle, kreative und unkonventionelle Produktionen.
Denn "Jugend macht Radio" versteht sich als Anreiz für
spannende Experimente.
Außer lukrativen Geld- und Sachpreisen für die besten Beiträge
wurden regionale Radioseminare, landesweite Produktionshilfen und eine
Abschlussveranstaltung mit Workshops geboten. Die besten Einsendungen
wurden prämiert und auf der großen Abschlussparty gebührend
gefeiert.
Wer nicht dabei war hat zwar etwas verpasst - als Trostpflaster gibt
es die Siegerbeiträge aber auch noch mal hier!
Entimon – Jugendradios für Toleranz und Demokratie
In vielen Städten Nordrhein-Westfalens existieren jugendliche
Radiogruppen, die sich mit interkulturellen Inhalten beschäftigen.
Sie berichten dabei von gemeinsamer Freizeitgestaltung mit dem Medium
bis hin zu aktuellen Aktionsformen gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit,
Antisemitismus, Rassismus und Gewalt. Sie beschäftigen sich in
den Sendungen mit dem Zusammenleben der Kulturen, das von gegenseitiger
Toleranz und Akzeptanz geprägt ist. Diese einzelnen Sendungen werden
zwar gelegentlich in der örtlichen Öffentlichkeit dargestellt
und beachtet, eine überregionale, landes- und bundesweite oder
gar europaweite Wahrnehmung besteht aber nicht. Weiterhin gibt es bisher
nur wenige gelungene Ansätze der Partizipation junger Menschen
mit Migrationshintergrund innerhalb der medienpädagogischen Arbeit
dieser Gruppen.
Das Projekt „Entimon – Jugendradios für Toleranz und
Demokratie“, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, schafft auf dieser
Webseite ein Präsentations-, Informations- und Kommunikationsforum,
das zur Verbesserung der medienpädagogischen Jugendradioarbeit
und zur Stärkung der Partizipation Jugendlicher in den Bürgermedien
Nordrhein-Westfalens führt. Der thematische Schwerpunkt beschäftigt
mit dem Zusammenleben der unterschiedlichsten Kulturen in NRW.
Neben der Einbindung von jugendlichen Radiogruppen, die auf der Internetseite
mittels eines Redaktionstools ein Präsentationsforum für ihre
Projekte finden, richtet sich das Netzwerk an Medienpädagogen/innen
und Multiplikator/innen, die in den einzelnen Radiowerkstätten
und anderen Institutionen arbeiten. Gemäß dem Schwerpunkt
gilt dies besonders für junge Menschen mit Migrationshintergrund.
Weiterhin wird die Kooperation mit bestehenden Interessengemeinschaften
gefördert.
Durch das Netzwerk werden bestehende Strukturen vor Ort gestärkt
und gestützt. Weiterhin wird die Vernetzung zwischen interkulturellen
Aktivitäten und der Jugendmedienarbeit in Radiowerkstätten
initiiert und ausgebaut. Dabei entspricht die Online-Ebene des Netzwerks
den kommunikativen Strukturen Jugendlicher. Die begleitenden Qualifizierungsseminare
leiten dazu an, die Internetplattform selbstständig zu nutzen.
Das Netzwerk vor Ort richtet sich an Medienpädagogen und Multiplikatoren.
Diese werden befähigt und angeregt, die Netzwerkstruktur auch zukünftig
fortzuführen.
Beispiele für die bisherige Arbeit des Netzwerks der Jugendradios
für Toleranz und Demokratie gibt es hier.
Das Netzwerk der Jugendradios NRW verknüpft die Szene
An hörenswerten Beispielen für pädagogisch wertvolle,
ideenreiche und engagierte Jugendradioarbeit besteht in NRW kein Mangel.
Dies zeigt über Jahre die große Beteiligung am Wettbewerb
„Jugend macht Radio“ der LAG Lokale Medienarbeit NRW.
Auch eine Datenrecherche in den Akten der LfM, die bei der LAG LM ausgewertet
wurde ergab, dass zwischen den Jahren 2000 und 2002 rund 460 Jugendradiogruppen
regelmäßig und etwa 300 Gruppen projektbezogen produziert
haben.
Jedoch liegt es an der lokalen Senderstruktur des Bürgerfunks in
NRW, dass die Arbeit der Jugendradiomacher nur selten über die
lokale Reichweite hinaus Gehör findet. Wettbewerbe schaffen da
für einen begrenzten Zeitraum ein Forum, an einer dauerhaften eigenen
Kommunikationsplattform aber fehlte es bislang.
Um die Jugendradioarbeit in NRW zu dokumentieren, den landesweiten Informationsaustausch
im Jugendbereich zu verbessern und die Kommunikation in der Szene zu
fördern, hat die LAG LM ein internetgestütztes Netzwerk-Jugendradio
aufgebaut.
Bereits zum Jahresanfang 2002 hat die LAG LM die ersten Fäden des
Netzwerks gesponnen. Beteiligt ist daran seit dem ein Fachgremium, das
aus Vertretern des Bürgerfunks, des Jugendministeriums und der
Landesanstalt für Medien besteht.
Im Frühjahr standen Förderungen des MFJFG’s und der
LfM in Aussicht, die bald darauf gesichert wurden. Auch für ein
assoziiertes Projekt, das „Jugendradionetz gegen rechts“
wurde ein Förderer gefunden. Das Bundesministeriums für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend zählt mit seinem Programm „Entimon
– Gemeinsam gegen Gewalt und Rechtsextremismus“ seit dem
Sommer zum Kreis der Unterstützer.
Mit Hilfe dieser Partner wurde mit der Verknüpfung der örtlichen
Szenen begonnen, deren erstes Ergebnis die Veranstaltung von sechs regionalen
Radiotagen war, die im November und Dezember stattfanden. Weiterhin
wurden im Dezember zwei Seminare des „Jugendradionetzes gegen
rechts“ veranstaltet.
Netzwerk-Jugendradio arbeitet online und vor Ort
Dem Netzwerk-Online dient diese Homepage als Oberfläche, auf der
Jugendradiogruppen, Werkstätten und Verbände sich darstellen
können. Hier ist Raum für Radiobeiträge, Fotos und Texte,
die mittels eines Redaktionssystems eigenständig von den Bürgerfunkern
eingerichtet und aktualisiert werden können.
Auf dieser Webseite sind aber auch Projektdokumentationen, Diskussionsforen
sowie aktuelle Infos zu Seminaren und Praktika zu finden.
Das Netzwerk-vor-Ort dient der persönlichen Begegnung von Jugendradiomachern.
Dazu wird Nordrhein-Westfalen in sechs Radioregionen aufgeteilt. In
diesen Regionen werden Regionalkonferenzen und Radiotage veranstaltet,
bei denen der Umgang mit dem Redaktionssystem, der Aufbau einer eigenen
Webseite und die Aufbereitung von Hörfunkbeiträgen für
das Internet in Seminaren vermitteln werden.
Weiterhin gibt es als inhaltliche Anregung zur Vernetzung ein Jahresthema
im „Jugendradionetz gegen rechts“.
In 2002 lautete es „Interkulturelles Zusammenleben in NRW“.
Hierzu wurden entsprechende Radioprojekte initiiert, gefördert
und dargestellt.
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